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Liebeskummer

Wer bei Liebeskummer an Teenie Probleme denkt, und mit gutgemeinten Ratschlägen wie „der Kummer ist bald wieder vorbei“, oder „die Zeit heilt alle Wunden“ aufwartet, der hat scheinbar selbst noch nie echten Liebeskummer erlebt. Denn Liebeskummer macht vor niemandem Halt, egal ob Teenager oder Rentner, arm oder reich, Mann oder Frau. Liebeskummer entsteht wenn unsere Liebe nicht (mehr) erwidert wird, wenn die Liebe des Partners durch Fremdgehen, Flirten oder Desinteresse infrage gestellt wird oder sich der Partner von uns trennt.

Wenn wir Liebeskummer haben erkennen wir uns selbst kaum wieder. Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst und Hass breiten sich in uns aus. Die ersten Tage, Wochen und Monate sind grausam und schmerzlich. Wir heulen, stopfen wahlweise Schokolade in uns oder verweigern jede Nahrungsaufnahme, schmieden düstere Rachepläne oder stellen uns in den schillernsten Farben vor, wie der Partner wieder zurückkehrt.

Und das Ältersein macht die Überwindung von Kummer nicht einfacher. Im Gegenteil: wer verlassen wird schämt sich weil er nicht mehr so funktioniert, wie es die Mitmenschen von ihm erwarten. Der Traum einer gemeinsamen Zukunft zerplatzt und plötzlich wieder ungewollt Single zu sein, trifft besonders hart. So fällt es vielen Betroffenen schwer, sich in ihrem Umfeld zurchtzufinden, denn oft sind die Freunde auch die Freunde des Partners und halten nur einem von beiden die Treue, oder man ist umgeben von Bekannten in festen Bindungen und glücklichen Beziehungen.

Die Gefühlslage bei Liebeskummer gleicht der nach dem Tod eines geliebten Menschen. Nur die Situation ist eine andere und so teilen Experten den Liebeskummer in drei bis vier Phasen ein, in mehr oder weniger naher Anlehnung an die Trauerphasen von Elisabeth Kübler-Ross.

In einer Beratung oder Psychotherapie unterstütze ich sie diese schwierige Phase zu bewältigen um mit neuer Kraft zurück ins Leben zu finden.