Weiße Blumen

Panikattacken

Eine Panikattacke ist eine überraschende, meist nur einige Minuten anhaltende, schwere Angstattacke ohne objektiv feststellbaren äußeren Anlass. Panikattacken können sich aber auch über einen längeren Zeitraum mit abgeschwächten Symptomen erstrecken. Bei einigen Personen stehen die psychischen Symptome (Angstgedanken, Entfremdungsgefühle) im Vordergrund, während die physischen kaum ausgeprägt sind. Beiden Gruppen gemeinsam ist, dass die Symptome oft nicht als Auswirkung einer Panik erkannt werden, sondern als Folge einer körperlichen Erkrankung wahrgenommen werden.

Während einer Panikattacke erleben die Betroffenen beunruhigende körperliche Symptome, wie starkes Herzklopfen, Brustschmerz, Atemnot, Hyperventilation, Schwindel, Zittern, Schwitzen und Entfremdungsgefühle. Diese körperlichen Wahrnehmungen werden als lebensbedrohlich empfunden und die Panik wird so verstärkt. Fast immer werden die Betroffenen von der Angst eines kompletten Kontrollverlustes und/oder der Angst zu sterben, oder wahnsinnig zu werden gequält.

Einer Panikattacke folgt häufig die Furcht vor einer erneuten Attacke und die Betroffenen versuchen jene Situationen zu vermeiden, wie z.B. eine Fahrt in der U-Bahn, in denen sie bereits einmal dieses höchst beunruhigende Ereignis ereilt hat. Dies kann zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten führen, das keine Lösung des zugrundeliegenden Problems bringt, dafür aber die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränkt!

Bei der Bewältigung von Panikattacken ist eine Psychotherapie eine gute Unterstützung!

Eine wiederholt auftretende Panikattacke wird nach dem ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) unter F 41.0 als Panikstörung klassifiziert. 

www.icd-code.de